Naturschutzstation-Aachen

Ein Meilenstein für den Naturschutz in Aachen

Die NABU-Naturschutzstation Aachen erhält eine
Landesförderung.


„Gerade rechtzeitig vor Weihnachten erhielt die NABU-Naturschutzstation Aachen den Förderbescheid der Bezirksregierung Köln“, freut sich Jochen Schumacher, erster Vorsitzender des Trägervereins. Nach den Förderrichtlinien des Landes für Biologische Stationen wird die Naturschutzstation Aachen nun zu 80% vom Land Nordrhein-Westfalen und zu 20% von der Stadt Aachen finanziert, insgesamt mit gut 100.000 Euro jährlich.

Bauch zeigen

Gelbbauchunke
Biometrische Fotoerfassung der Gelbbauchunke
Aus: Naturschutz in NRW 4/2013
Die NABU-Naturschutzstation Aachen ist Partner des bundesweiten, vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderten Projekts „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“. In Deutschland ist ein bedeutender Teil der weltweiten Population des höchstens fünf Zentimeter großen Froschlurchs zu Hause. Allerdings ist die Gelbbauchunke laut Roter Liste Deutschland „stark gefährdet“, in Nordrhein-Westfalen gilt sie sogar als „vom Aussterben bedroht“. Auch deshalb wurde die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU geschützte Art in das Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BBV) aufgenommen.


Foto: Gelbbauchunke mit herzförmigen Pupillen (NABU/M. Aletsee)

Biotopschutz – Landschaftspflegehof

Eine wichtiges Ziel der NABU-Naturschutzstation ist der Erhalt und Schutz wertvoller Lebensräume unserer Kulturlandschaft. Zu diesem Zweck wurde 2009 ein Landschaftspflegehof gegründet.


Foto: Manfred Aletsee

Die Aufgaben des Landschaftspflegehofes umfassen die naturschutzfachliche Pflege und Entwicklung wertvoller Biotopflächen der Kulturlandschaft und den Aufbau
eines Netzes landwirtschaftlich extensiv genutzter, strukturreicher Grünlandbiotope.
Ziel ist der Schutz historischer Nutzungsstrukturen mit einer im Vergleich zu konventionellen landwirtschaftlichen Nutzflächen herausragenden Artenvielfalt.

Zur Zeit pflegt der Landschaftspflegehof rund 40 Hektar unterschiedlicher Kulturlebensräume. Er arbeitet dabei intensiv mit Landwirten, der Stadt Aachen und der NRW-Stiftung zusammen.

Erhalt alter Obstsorten

Münsterbirne in Blüte (Nütheim)
Ein Projekt im Rahmen der Kooperation zwischen Umweltamt der Stadt Aachen und dem NABU Stadtverband Aachen e.V.

Alter Münsterbirnbaum bei Nütheim
Foto: Manfred Aletsee

Zielsetzung:
Das Projekt dient dem Erhalt lokaler und regionaler Obstsorten. Die NABU-Naturschutzstation erfasst die Standorte alter Bäume dieser Sorten, sie pflegt Altbäume, veredelt und pflanzt Jungbäume in Aachener Obstwiesen. Die wichtigsten Aachener Lokalsorten sind die Münsterbirne, die Doppelte Münsterbirne, der Aachener Hausapfel und der Doppelte Aachener Hausapfel, als häufige regionale Apfelsorten sind in Aachener Streuobstwiesen das Seidenhemdchen und der Eifeler Rambour (Breitauge) zu finden. Hinweise zum Standort (Straße, Hausnummer oder Kartenausschnitt) dieser Sorten nehmen wir gerne entgegen. Bitte verwenden Sie unser Kontaktformular.

Neues von den Grenzrouten 2009

Obstbaumschnitt durch die NABU Naturschutzstation
Der Natur auf der Spur

Ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Schutz unserer Kulturlandschaft: Obstbaumschnitt durch die NABU Naturschutzstation Aachen im Rahmen des Projektes "GrenzRouten" der Euregionalen 2008 (Foto: Stephan Schmutzler)
Auf den Pfaden der GrenzRouten kann man das Erwachen der Natur grenzenlos verfolgen - in den Niederlanden, Belgien und der Stadt Aachen, von Orsbach im Norden bis Raeren im Süden. Entlang der insgesamt 120 Kilometer langen Routen bewirten 40 Cafés die Wanderer mit landestypischen Produkten. Eine wesentliche Hilfe dabei ist die Grenzroutenbroschüre 2009, in der die Geschichte der gemeinsamen Grenzen erzählt wird, die im Gelände noch mit zahlreichen historischen Relikten lebendig ist. Eine Wanderkarte des Gebietes mit sieben Routenvorschlägen gehört dazu. Die Broschüre ist die unveränderte Neuauflage der vergriffenen Erstausgabe 2008 und ist zu einer Schutzgebühr von 2,00 Euro in den lokalen Touristenbüros und einigen Buchhandlungen erhältlich
 
Der Waldkauz Broschüre GrenzRouten 2009 Fast weg ... der Weißstorch