{"id":1534,"date":"2018-08-01T16:29:30","date_gmt":"2018-08-01T14:29:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=1534"},"modified":"2019-06-18T09:17:37","modified_gmt":"2019-06-18T07:17:37","slug":"was-machen-eigentlich-die-schildkroeten-in-unseren-gewaessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/was-machen-eigentlich-die-schildkroeten-in-unseren-gewaessern\/","title":{"rendered":"Was machen eigentlich die Schildkr\u00f6ten in unseren Gew\u00e4ssern?"},"content":{"rendered":"<p>An einigen T\u00fcmpeln, Teichen und Seen in Aachen lassen sich mittlerweile Schildkr\u00f6ten beobachten. Doch so sch\u00f6n diese vielleicht auch anzusehen sind, geh\u00f6ren sie nicht in unsere Landschaft. Stattdessen kommen sie aus Asien oder Nordamerika, werden als Haustiere angeschafft und, sobald sie l\u00e4stig oder zu gro\u00df werden, ausgesetzt. Oft geschieht dies nicht aus b\u00f6ser Absicht, kann aber f\u00fcr einheimische Tiere und Pflanzen verheerende Wirkungen haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_1545\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1545\" class=\"size-medium wp-image-1545\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/rotwangen-schmuckschildkroeten-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/rotwangen-schmuckschildkroeten-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/rotwangen-schmuckschildkroeten-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/rotwangen-schmuckschildkroeten.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/rotwangen-schmuckschildkroeten-300x200@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1545\" class=\"wp-caption-text\">Rotwangen-Schmuckschildkr\u00f6ten. Foto: NABU\/Helge May<\/p><\/div>\n<p>Das absichtliche oder unbeabsichtigte Einschleppen gebietsfremder Arten gilt weltweit nach der Zerst\u00f6rung von Lebensr\u00e4umen als die zweitgr\u00f6\u00dfte Gef\u00e4hrdungsursache f\u00fcr die biologische Vielfalt. Die negativen Folgen sind vielf\u00e4ltig. So k\u00f6nnen invasive Arten\u00a0durch einen erh\u00f6hten Fra\u00dfdruck einheimische Arten sch\u00e4digen. Sie k\u00f6nnen aber auch Parasiten einschleppen, Krankheiten \u00fcbertragen oder in Konkurrenz um Lebensraum und Nahrung gehen und so heimische Arten in ihrem Bestand gef\u00e4hrden.\u00a0Die erw\u00e4hnten Schmuckschildkr\u00f6ten\u00a0richten bspw. in den Gew\u00e4ssern Sch\u00e4den an, weil sie Amphibienlarven, Wasserinsekten und insbesondere Wasserpflanzen in erheblichem Umfang vertilgen. Da es ausdr\u00fccklich verboten ist, solche Tiere in der Natur auszusetzen und es oftmals ein Problem darstellt, die Tiere anderweitig wieder loszuwerden, sollte sich jeder Tierfreund vor Kauf oder Schenkung ernsthaft Gedanken machen, ob er die Verantwortung f\u00fcr das Tier ein ganzes Tierleben lang \u00fcbernehmen kann. Schildkr\u00f6ten sind dabei keinesfalls allein: In Deutschland kommen mittlerweile \u00fcber 1100 gebietsfremde Arten vor (Quelle: Positionspapier &#8222;Gebietsfremde Arten&#8220; des Bundesamtes f\u00fcr Naturschutz). Allerdings ist hiervon wiederum nur eine geringe Zahl von wenigen Dutzend Arten f\u00fcr heimische Arten und Lebensgemeinschaften gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Nicht nur Tiere, sondern auch standortfremde Pflanzenarten\u00a0 gelangen durch den Menschen in unsere Natur und k\u00f6nnen erheblichen Schaden anrichten, wie z. B. Riesenb\u00e4renklau, <a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/235-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr\u00fcsiges Springkraut<\/a> und Japanischer Kn\u00f6terich. Dies geschieht oftmals durch unsachgem\u00e4\u00df entsorgten Gr\u00fcnschnitt und Kompost aus privaten G\u00e4rten. Wird dieser bspw. im Wald entladen, k\u00f6nnen sich exotische Pflanzen verbreiten. Dar\u00fcber hinaus schadet die d\u00fcngende Eigenschaft des Komposts der nat\u00fcrlichen Pflanzengesellschaft. Leider beobachten wir solche ordnungswidrigen Ablagerungen oft am Rande von Naturschutzgebieten, wo sie besonders sch\u00e4dlich sind.<\/p>\n<p>Dabei ist es so einfach, Gartenabf\u00e4lle richtig zu entsorgen: In Aachen werden an 24 Standorten einmal w\u00f6chentlich kompostierbare Gartenabf\u00e4lle (z. B. Laub, Rasen- und Heckenschnitt) bis zu einem Kubikmeter angenommen. Die genauen Standorte und Annahmezeiten werden im <a href=\"http:\/\/www.aachen.de\/DE\/stadt_buerger\/aachener_stadtbetrieb\/leistungen\/abfallwirtschaft\/abfallkalender\/abfallkalender_ac_2019_net.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abfallkalender<\/a> der Stadt Aachen und in der Tagespresse bekanntgegeben. Bitte informieren Sie sich! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An einigen T\u00fcmpeln, Teichen und Seen in Aachen lassen sich mittlerweile Schildkr\u00f6ten beobachten. Doch so sch\u00f6n diese vielleicht auch anzusehen sind, geh\u00f6ren sie nicht in unsere Landschaft. 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