{"id":2667,"date":"2020-04-06T17:49:24","date_gmt":"2020-04-06T15:49:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=2667"},"modified":"2020-09-16T14:10:34","modified_gmt":"2020-09-16T12:10:34","slug":"die-rueckkehr-der-sommerboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/die-rueckkehr-der-sommerboten\/","title":{"rendered":"Die R\u00fcckkehr der Sommerboten"},"content":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 22 | 06. April 2020<\/p>\n<p>________________________________________________________________<\/p>\n<p><strong>Die R\u00fcckkehr der Sommerboten<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>NABU NRW: <\/strong><\/span><strong><span style=\"color: #3366ff;\">Schwalben sind auf Duldung und Unterst\u00fctzung durch Menschen angewiesen<\/span><br \/>\n<\/strong>________________________________________________________________<\/p>\n<div id=\"attachment_2666\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2666\" class=\"size-medium wp-image-2666\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/rauchschwalbe-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/rauchschwalbe-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/rauchschwalbe-1000x562.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/rauchschwalbe-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/rauchschwalbe.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/rauchschwalbe-300x169@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2666\" class=\"wp-caption-text\">Rauchschwalben &#8211; Foto: Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p><strong>D\u00fcsseldorf \u0096 <\/strong>In den kommenden Wochen kehren Rauch- und Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren s\u00fcdlich der Sahara in ihre Brutgebiete nach Nordrhein-Westfalen zur\u00fcck. Leider sind die Best\u00e4nde hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch und kontinuierlich zur\u00fcckgegangen. Zu den Hauptursachen z\u00e4hlt das Fehlen geeigneter Brutpl\u00e4tze. \u0084Rauch- und Mehlschwalben sind Kulturfolger und leben in der unmittelbaren N\u00e4he des Menschen. Deshalb ist es f\u00fcr die gef\u00e4hrdeten Tiere entscheidend, dass wir ihnen Zugang zu St\u00e4llen gew\u00e4hren und ihre Nester an Fassaden dulden\u0093, sagt Jonas Br\u00fcggeshemke vom NABU-Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4nde sowohl der Rauch- als auch der Mehlschwalbe sind seit mindestens 30 Jahren stark r\u00fcckl\u00e4ufig. Im Atlas der Brutv\u00f6gel Nordrhein-Westfalens beziffern Fachleute den R\u00fcckgang bei Mehlschwalben mit 45% seit den 1990er Jahren. Beide Schwalbenarten stehen heute in Nordrhein-Westfalen als gef\u00e4hrdet auf der Roten Liste<strong>. <\/strong>Wenn die Langstreckenzieher jetzt im April nach Tausenden Flugkilometern aus Afrika in unseren Breiten ankommen, erleben die ortstreuen Schwalben h\u00e4ufig eine b\u00f6se \u00dcberraschung: Fr\u00fcher genutzte Viehst\u00e4lle sind verschwunden oder verschlossen, ihre Nester wurden von Hausw\u00e4nden entfernt oder Netze und Stacheln hindern sie am Anflug an ihre Brutpl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Neben dem Erhalt der gesetzlich gesch\u00fctzten Nistpl\u00e4tze k\u00f6nnten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger an geeigneten Stellen die Gl\u00fccksboten laut NABU auch mit Nisthilfen unterst\u00fctzen. Mit sogenannten \u0084Lehmtankstellen\u0093 k\u00f6nnten die Schwalben au\u00dferdem mit dem n\u00f6tigen Baustoff f\u00fcr ihre aufwendigen Nester unterst\u00fctzt werden. Neben dem Verlust und der Zerst\u00f6rung von Brutpl\u00e4tzen bekommen die V\u00f6gel auch den Schwund an Insekten zu sp\u00fcren: \u0084Als Insektenfresser, die sich fast ausschlie\u00dflich von kleinen, fliegenden Insekten wie M\u00fccken, L\u00e4usen und Fliegen ern\u00e4hren, die sie im Flug erbeuten, sind sie besonders w\u00e4hrend der Aufzucht der Jungen auf gro\u00dfe Mengen dieser Fluginsekten angewiesen\u0093, so Br\u00fcggeshemke.<\/p>\n<p>Trotz der schwierigen Situation k\u00f6nnen die Schwalben auch in Nordrhein-Westfalen auf Menschen bauen, die die Gesellschaft der Schwalben wie in Sprichw\u00f6rtern \u00fcberliefert auch heute noch zu sch\u00e4tzen wissen und die V\u00f6gel in oder an ihren H\u00e4usern willkommen hei\u00dfen. Der NABU NRW zeichnet diese Menschen seit einigen Jahren f\u00fcr den aktiven Artenschutz am Haus und ihre Toleranz aus. So konnten etwa im Kreis Minden-L\u00fcbbecke fast 60 Schwalbenfreundliche H\u00e4user ausgezeichnet werden. Auch in diesem Jahr k\u00f6nnen sich Schwalbenfreunde f\u00fcr eine Auszeichnung beim NABU bewerben. In welchem Ma\u00df und auf welchem Weg dies praktisch geschehen wird, h\u00e4ngt in diesem Jahr auch von den weiteren Vorkehrungen beim Umgang mit dem neuen Corona-Virus ab.<\/p>\n<p><em>Weitere Informationen zur NABU-Aktion \u0084Schwalbenfreundliches Haus\u0093 und zur Hilfe f\u00fcr Schwalben gibt es unter: <\/em><a href=\"http:\/\/www.nabu-nrw.de\/schwalbenschutz\"><em>www.nabu-nrw.de\/schwalbenschutz<\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr R\u00fcckfragen: <\/strong><\/p>\n<p>Jonas Br\u00fcggeshemke, Sprecher des Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz im NABU NRW, mobil: 0157 \/ 77 05 31 22<\/p>\n<p>Thorsten Wiegers, NABU NRW \u00d6ffentlichkeitsarbeit, mobil: 0174 1970545<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 22 | 06. 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