{"id":296,"date":"2013-11-11T09:31:19","date_gmt":"2013-11-11T08:31:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=296"},"modified":"2020-09-16T15:20:48","modified_gmt":"2020-09-16T13:20:48","slug":"naturerlebniscamp-in-den-sommerferien-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/naturerlebniscamp-in-den-sommerferien-2013\/","title":{"rendered":"Naturerlebniscamp in den Sommerferien 2013"},"content":{"rendered":"<div class=\"content\" style=\"text-align: right;\"><strong>Pressemeldung des NABU-Stadtverband Aachens<\/strong><\/div>\n<div style=\"text-align: right;\"><strong>Datum: 11.11.2013<\/strong><\/div>\n<div style=\"text-align: right;\"><strong>Autor: Monika Neli\u00dfen<\/strong><\/div>\n<div class=\"content\">\n<p>Bereits zum dritten Mal veranstaltete der NABU Aachen in den Sommerferien ein Euregionales Zeltlager f\u00fcr Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren. Unterst\u00fctzt wurde der NABU vom CNME Maastricht (Centrum voor Natuur en Milieu Educatie) aus den Niederlanden und durch das Interreg-Projekt AQUADRA.<\/p>\n<div class=\"image-page\">\n<div style=\"width: 430px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/files\/images\/sommercamp2013_00-lager.jpg\" alt=\"\" width=\"420\" height=\"315\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Das Lager wurde auf dem Naturcampingplatz in Hergenrath eingerichtet. Foto: NABU\/M. Neli\u00dfen.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<p>\u201eBoden ist mehr als nur Dreck!\u201c war das Motto des diesj\u00e4hrigen Feriencamps und so konnten rund 20 Kinder aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden an f\u00fcnf Tagen viel Spannendes rund um dieses Thema erleben. Ausgangspunkt f\u00fcr die zahlreichen Aktivit\u00e4ten war der Naturcampingplatz Hammerbr\u00fccke in Hergenrath (Belgien). Gleich zu Beginn nahmen die Kinder auf einer Wanderung Proben aus dem Untergrund, ganz wie die Profis mit einem Bohrstock.<\/p>\n<div class=\"image-page\">\n<div style=\"width: 385px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/files\/images\/sommercamp2013_01-bohrstock.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Die Bodenproben wurden ganz professionell mit einem Bohrstock gezogen. Foto: NABU\/M. Neli\u00dfen.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>Die Zusammensetzung der Bodenproben wurde dann genauestens untersucht. Aber nicht nur die unten liegenden Bodenschichten waren interessant, sondern auch die oberen Bereiche, die eingehend nach Tieren abgesucht wurden. So landete allerlei \u201eKrabbelzeugs\u201c wie Spinnen, Asseln, Springschw\u00e4nze, Tausend- und Hundertf\u00fc\u00dfer, (leider auch) Zecken und K\u00e4fer entweder im \u201eInsektenstaubsauger&#8220; oder in der Becherlupe. Noch kleinere Tierchen schauten sich die Kinder mit Hilfe von Stereolupe und Mikroskop an und konnten dabei allerlei Winzlinge bis hin zu kleinsten Fadenw\u00fcrmern beobachten. Nachdem sowohl der Boden selbst als auch seine Bewohner eingehend untersucht worden waren, wurden alle \u201eBeutetiere&#8220; feierlich wieder in ihrer Heimat ausgesetzt.<\/div>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es f\u00fcr einige der Kinder zusammen mit ihren Betreuern in den Wald. Ziel war es, eine ganze Schubkarre voll Lehm abzugraben \u2013 und das war echte Flei\u00dfarbeit, da der Lehm so schwer und trocken war. Aber zum Gl\u00fcck konnte die schwere Schubkarre mit der Ausbeute am Ende bergab gerollt werden. Im Camp angekommen, musste der Boden erst einmal aufbereitet werden, da nicht nur sehr trockener Lehm, sondern auch zahlreiche Steine und Steinchen eingesammelt worden waren. Einige der M\u00e4dchen und Jungen widmeten sich dieser Aufgabe voller Hingabe und so wurde der Lehm mit Schaufeln, H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen und ganz viel Wasser wunderbar aufbereitet. Aus dem so entstandenen Lehmbrei modellierten alle Kinder gemeinsam am vorletzten Tag eine tolle Miniatur-Flusslandschaft mit Vulkan, Schafherde, Moos-Stausee und vielem mehr.<br \/>\nW\u00e4hrend einige der Kinder im Wald waren, hatte eine andere Gruppe am Rand des Lagers einen kleinen, aber feinen Barfu\u00dfpfad angelegt. Flei\u00dfig hatten die Kinder im Umfeld u. a. Fichtenzapfen, Holzh\u00e4cksel, Reisig, Steine und Sand gesammelt und zu einem Pfad mit verschiedenen Bel\u00e4gen ausgelegt. Die Lehmsammelgruppe kam gerade richtig zur\u00fcck, um mit den Pfadbauern zusammen den Barfu\u00dfpfad zu testen \u2013 nat\u00fcrlich barfu\u00df! Die Begeisterung war so gro\u00df, dass die meisten Schuhe gleich bis zum Abend an Ort und Stelle blieben und erst sp\u00e4ter von den Betreuern an ihre Besitzer zur\u00fcckgegeben wurden.<br \/>\nDa der Zeltplatz an dem Bach G\u00f6hl liegt, stand neben dem eigentlichen Motto nat\u00fcrlich auch das Erleben des Wassers im Mittelpunkt des Sommerferiencamps. Ob kleine Wassertierchen suchen, Flo\u00df-Wettrennen, Staudamm bauen oder einfach nur Steine-ins-Wasser-werfen \u2013 einige Kinder konnten sich kaum noch vom Bach trennen. Auch das Aufsp\u00fcren der nur maximal 20 cm gro\u00dfen Groppen (auch M\u00fchlkoppen genannte Fische), die gut getarnt am Bachgrund unter Steinen versteckt leben, war ein gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr viele der M\u00e4dchen und Jungen.<br \/>\nAm dritten Tag erkundeten die Teilnehmer ausgiebig den benachbarten Steinbruchsee. Die Steilw\u00e4nde und das klare, blaugr\u00fcne Wasser verbreiteten eine ganz eigene Stimmung. Vor der R\u00fcckkehr zum Lager wurde mit einem Planktonnetz eine Probe der Mikroorganismen aus dem Wasser gezogen und sp\u00e4ter unter dem Mikroskop untersucht. Erst dabei zeigte sich die geheime Welt eines einzelnen Wassertropfens, in dem Blau- und Gr\u00fcnalgen, Wasserfl\u00f6he, Blattfu\u00dfkrebschen und andere Kleinstlebewesen zu bestaunen waren.<br \/>\nNeben den zahlreichen Unternehmungen gab es auch viel Zeit zum Toben, Spielen und Basteln. Hoch im Kurs standen Schnitzen, Filzen und der Bau von Mini-Fl\u00f6\u00dfen aus St\u00f6cken oder Korken. Dabei entfaltete so mancher Junge und manches M\u00e4dchen bis dahin f\u00fcr ihn oder sie selbst ungeahnte kreative Kr\u00e4fte. F\u00fcr Spielrunden stand \u2013 nicht nur an dem einen Regentag \u2013 ein sch\u00f6nes gro\u00dfes Tipi zur Verf\u00fcgung. Abends wurden am Lagerfeuer Geschichten erz\u00e4hlt und einmal wurde sogar eine Nachtwanderung gemacht, wobei aber die geplante Fledermausexkursion leider wegen des starken Regens ausfallen musste. Zum Lagerfeuer geh\u00f6rten diesmal nicht nur Stockbrot und die s\u00fc\u00dfen Marshmallows, sondern auch eine Feuerwerkstatt. Das erste Feuer wurde wie in der Steinzeit mit Funken aus Feuerstein und echtem Zunder aus der Natur angez\u00fcndet. Sp\u00e4ter zeigte eine der Betreuerinnen, wie man aus verschiedenen Naturmaterialien wie Wachs, \u00d6l, Harz und Baumwolltuch Fackeln bauen kann, was nicht nur die Kinder sehr beeindruckte.<br \/>\nDas Naturerlebniscamp endete gemeinsam mit den eingeladenen Eltern, die sich bei dieser Gelegenheit einen pers\u00f6nlichen Eindruck vom Ferienlager verschafften und die Werke ihrer Kinder bewunderten und bestaunten. Der H\u00f6hepunkt des Camps war die gemeinsame \u201eFlutung&#8220; des Flussmodells aus Lehm. Obwohl der Lehm noch nicht richtig durchgetrocknet war, hielt er so mancher \u00dcberflutung stand. Damit endete eine tolle Woche f\u00fcr Kinder und Betreuer gleicherma\u00dfen, auch wenn das Sommerwetter sich nicht immer von seiner besten Seite zeigte.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clear-block clear\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemeldung des NABU-Stadtverband Aachens Datum: 11.11.2013 Autor: Monika Neli\u00dfen Bereits zum dritten Mal veranstaltete der NABU Aachen in den Sommerferien ein Euregionales Zeltlager f\u00fcr Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren. 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