{"id":366,"date":"2012-07-14T13:32:55","date_gmt":"2012-07-14T11:32:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=366"},"modified":"2020-09-16T15:33:37","modified_gmt":"2020-09-16T13:33:37","slug":"hoffnung-fuer-die-gelbbauchunke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/hoffnung-fuer-die-gelbbauchunke\/","title":{"rendered":"Hoffnung f\u00fcr die Gelbbauchunke"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Gemeinsame Pressemeldung von BMU, BfN und NABU<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Datum: 14.07.2012<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bundesprogramm Biologische Vielfalt f\u00f6rdert die \u201eSt\u00e4rkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Obernkirchen-Liekwegen\/Hannover\/Bonn<\/strong> \u2013 Heute (13. Juli) wird im Steinbruch Liekwegen der Start des Projektes \u201eSt\u00e4rkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland\u201c des NABU Niedersachsen feierlich begangen. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom Bundesamt f\u00fcr Naturschutz gef\u00f6rdert. Ziel des Vorhabens ist es, bestehende Populationen der Gelbbauchunke zu st\u00e4rken und Trittsteine zwischen Lebensr\u00e4umen anzulegen sowie die teilweise Wiederansiedelung der Art, um isolierte Populationen miteinander zu verbinden.<\/p>\n<p>\u201eBesonders wichtig f\u00fcr das \u00dcberleben dieser Art ist, dass nicht nur isolierte Populationen erhalten werden, sondern dass diese Populationen vernetzt werden. Dies erfordert eine gro\u00dfr\u00e4umige Sichtweise, stellt aber auch hohe Anforderungen an das Management des Projektes in f\u00fcnf Bundesl\u00e4ndern und insgesamt 130 Projektgebieten. Der NABU hat sich mit seinen Kooperationspartnern damit eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt\u201c, so die Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Bundesumweltministerium Ursula Heinen-Esser.<br \/>\nDie Gelbbauchunke ist auf der Roten Liste Deutschlands als \u201estark gef\u00e4hrdet\u201c und in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als \u201evom Aussterben bedroht\u201c eingestuft. \u201eDeutschland tr\u00e4gt eine besondere Verantwortung f\u00fcr diese Art, da sich bei uns sowohl ihre n\u00f6rdliche Verbreitungsgrenze als auch ein bedeutender Teil der Weltpopulation befindet\u201c, sagte Dr. Alfred Herberg, Fachbereichsleiter \u201eSchutz, Entwicklung und nachhaltige Nutzung von Natur und Landschaft\u201c des Bundesamtes f\u00fcr Naturschutz.<\/p>\n<p>\u201eMit der St\u00e4rkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland tragen wir zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bei\u201c, sagte Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen und betonte: \u201eSchon l\u00e4nger setzen wir uns mit unseren regionalen Partnern innerhalb unseres NABU-Projektes \u201aGelbbauchunke im Schaumburger Land\u2018 f\u00fcr die Gelbbauchunke ein. Mit der sechsj\u00e4hrigen F\u00f6rderung \u00fcber das Bundesprogramm bekommt das Ganze aber eine ganz neue Dimension.\u201c Im Rahmen des ehrgeizigen Schutzprojekts zur Erhaltung der biologischen Vielfalt sollen Instrumente zur langfristigen Sicherung und Pflege der Lebensr\u00e4ume entwickelt und umgesetzt werden.<br \/>\nDer urspr\u00fcngliche Lebensraum des kleinen Froschlurchs mit der charakteristisch gelb-schwarz gefleckten Unterseite umfasst in erster Linie die Auenbereiche von Fl\u00fcssen und B\u00e4chen. Doch heute kommt er meist nur noch in vom Menschen geschaffenen sogenannten Sekund\u00e4rlebensr\u00e4umen vor. Dies sind haupts\u00e4chlich Ton-, Sand- und Kiesgruben, Steinbr\u00fcche und Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze, bei denen bei extensiver Nutzung noch die Dynamik vorhanden ist, welche die Entstehung von tempor\u00e4ren kleinen T\u00fcmpeln und vielf\u00e4ltigen Lebensr\u00e4umen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u201eDie Erhaltung und Wiederherstellung der Artenvielfalt ist ein wichtiges Anliegen des nieders\u00e4chsischen Umweltministeriums\u201c, so Umweltminister Dr. Stefan Birkner, \u201ebei vielen Arten, die noch vor wenigen Jahren bedroht waren, verzeichnen wir mittlerweile eine positive Bestandsentwicklung. Deshalb freuen wir uns, Projekte wie dieses \u2013 auch finanziell \u2013 zu unterst\u00fctzen.\u201c<br \/>\n\u201eGelbbauchunken leben, obwohl sie streng gesch\u00fctzt sind, in st\u00e4ndiger Gefahr, ihren Lebensraum zu verlieren. Sie leben in Pf\u00fctzen, Gr\u00e4ben oder Kiesgruben, die immer wieder zugesch\u00fcttet werden \u2013 weil Wege befestigt, landwirtschaftliche Nutzungen intensiviert oder Brachfl\u00e4chen bebaut werden. Um die Gelbbauchunke zu sch\u00fctzen, ist konkretes und schnelles Handeln notwendig, die der NABU als gr\u00f6\u00dfter Umweltverband mit seinen Aktiven vor Ort und mit m\u00f6glichst vielen Kooperationspartnern leisten m\u00f6chte\u201c, betonte NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke.<\/p>\n<p>\u201eGern wollen wir durch die Zusammenarbeit in dem Projekt Gelbbauchunke zu mehr Vertrauen und gegenseitigem Verst\u00e4ndnis zwischen den Naturschutzverb\u00e4nden und der Rohstoffgewinnenden Industrie gelangen, sodass wir zuk\u00fcnftig weitere Projekte gemeinsam auf den Weg bringen k\u00f6nnen. Erstmals sind ja nicht nur Betriebe unseres Verbandes im Bereich Niedersachsen involviert, sondern auch Gewinnungsbetriebe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und auch Betriebe in Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg\u201c, erkl\u00e4rte Andreas Goedecke, Vorstandsmitglied des Verbandes der Bau- und Rohstoffindustrie e.V., Vero.<\/p>\n<p>Die L\u00e4nder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-W\u00fcrttemberg unterst\u00fctzen das Projekt finanziell. Projekttr\u00e4ger ist der NABU Niedersachsen und Projektpartner sind die NABU Landesverb\u00e4nde Baden-W\u00fcrttemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die NABU Naturschutzstation Aachen, die Biologischen Stationen Bonn und Oberberg, das Institut f\u00fcr Zoologie der Tier\u00e4rztlichen Hochschule Hannover sowie das Institut f\u00fcr Umweltplanung der Leibniz Universit\u00e4t Hannover. Neben der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe begleiten viele weitere Kooperationspartner das Projekt.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br \/>\nDie Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit Anfang 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterst\u00fctzt. Gef\u00f6rdert werden Vorhaben, denen im Rahmen der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt eine gesamtstaatlich repr\u00e4sentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter und ma\u00dfstabsetzender Weise umsetzen. An der Durchf\u00fchrung der Vorhaben muss ein erhebliches Bundesinteresse bestehen. Die gef\u00f6rderten Ma\u00dfnahmen sollen dazu beitragen, den R\u00fcckgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie m\u00fcssen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt dienen und \u00fcber die rechtlich geforderten Standards hinausgehen. Akzeptanzbildende Ma\u00dfnahmen der Information und Kommunikation sollen dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein f\u00fcr die biologische Vielfalt zu st\u00e4rken. Das Programm soll die Kooperation unterschiedlicher Akteure bei der Umsetzung der Ziele der Nationalen Strategie f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>F\u00fcr R\u00fcckfragen:<br \/>\nNABU Niedersachsen<br \/>\nPressesprecher Ulrich Th\u00fcre<br \/>\nE-mail:\u00a0<a href=\"mailto:Ulrich.Thuere@NABU-Niedersachsen.de\">Ulrich.Thuere@NABU-Niedersachsen.de<\/a><br \/>\nTel: 0511-9110527<\/p>\n<p>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN)<br \/>\nPressesprecher Franz August Emde<br \/>\nE-mail:\u00a0<a href=\"mailto:Presse@bfn.de\">Presse@bfn.de<\/a><br \/>\nTel: 0228-8491-4444<\/p>\n<p>Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)<br \/>\nDr. Dominik Gei\u00dfler (verantw.), Dr. Elke Mayer, J\u00fcrgen Maa\u00df, Frauke Stamer, Ingo Strube<br \/>\nTel.: 030-18305-2011 \/-2012 \/-2014 \/-2034<br \/>\nE-mail:\u00a0<a href=\"mailto:presse@bmu.bund.de\">presse@bmu.bund.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Pressemeldung von BMU, BfN und NABU Datum: 14.07.2012 Bundesprogramm Biologische Vielfalt f\u00f6rdert die \u201eSt\u00e4rkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland\u201c Obernkirchen-Liekwegen\/Hannover\/Bonn \u2013 Heute (13. 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