{"id":4452,"date":"2020-08-13T12:11:00","date_gmt":"2020-08-13T10:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=4452"},"modified":"2022-01-13T12:17:14","modified_gmt":"2022-01-13T11:17:14","slug":"nabu-sommerferienspiele-august-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/nabu-sommerferienspiele-august-2020\/","title":{"rendered":"NABU-Sommerferienspiele August 2020"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">NABU-Forscher auf Expedition rund um Aachen<\/h2>\n\n\n\n<p>Eigentlich war in diesem Sommer etwas Besonderes geplant gewesen: Das 10. NABU-Ferienzeltlager \u2013 aber dann kam Corona. Immerhin, eine Ferienfreizeit in kleinerem Rahmen konnten wir letztendlich doch durchf\u00fchren. Und so fanden sich in der letzten Ferienwoche von Montag bis Freitag jeden Morgen12 Kinder zusammen, um gemeinsam mit den BetreuerInnen des NABU jeweils ein ausgew\u00e4hltes Naturgebiet zu erkunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Auftakt am ersten Morgen erkl\u00e4rte die Vogelexpertin Elisabeth F\u00fcrtjes die verschiedenen Nist- und Lebensweisen der heimischen Gartenv\u00f6gel und die jeweils passenden Nistk\u00e4sten. Diese konnten die Kinder sp\u00e4ter auf der wohl sch\u00f6nsten Streuobstwiese Aachens am Dreil\u00e4nderweg wiederentdecken. Auch sonst weckte diese dem NABU geh\u00f6rende wilde Obstwiese den Entdeckergeist der Teilnehmer, so dass man erst mit leichter Versp\u00e4tung zum Treffpunkt zur\u00fcckkam, wo bereits die Eltern ihre Kinder erwarteten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der folgende Tag war dem Wildbach gewidmet. Neben dem Tuchwerk, der ehemaligen Stockheider M\u00fchle, erwartete die Teilnehmer bereits der Umweltbus \u201e<em>Lumbricus<\/em>\u201c der Natur- und Umweltakademie (NUA), ein Labor auf R\u00e4dern. Angeleitet und unterst\u00fctzt von der Mitarbeiterin des \u201e<em>Lumbricus\u201c<\/em> und der sch\u00f6nen Laborausstattung erforschten die Kinder die kleinen Lebewesen im Wasser: Bestaunten quirlige Bachflohkrebse, die gro\u00dfen Augen der Strudelw\u00fcrmer, bedrohlich aussehende Wasserskorpione oder gut getarnte K\u00f6cher\u00adfliegenlarven. Und auch die unerm\u00fcdliche Arbeit des Bibers an den Teichen bei der benachbarten Soerser M\u00fchle lernten die Naturforscher kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am dritten Tag stand wieder ein v\u00f6llig anderes und f\u00fcr alle Kinder unbekanntes Ziel auf dem Programm: Ein stillgelegter Steinbruch in Hahn, der ebenfalls Eigentum des NABU und gleichzeitig Naturschutzgebiet ist. Ganz sch\u00f6n hei\u00df wurde es da allen Teilnehmer, war es doch auch ein sonniger Tag. So war leicht zu verstehen, dass dieser spezielle Lebensraum Heimat f\u00fcr seltene Tier- und Pflanzenarten wie Tausendg\u00fcldenkraut, Orchideen und Golddistel oder Uhu, \u00d6dlandschrecke und unz\u00e4hligen Weinbergschnecke ist. Ein ganz besonderes Tier bekamen die Kinder auf Weg zum Steinbruch gezeigt: Flusskrebse, die in der Inde leben. Die gepanzerten Flussritter sind schon sehr beeindruckend. Leider handelte es sich um nicht-heimische Signalkrebse, die eine gro\u00dfe Bedrohung f\u00fcr den heimischen Edelkrebs darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes ging es in den Wald, aber nicht in den allseits gesch\u00e4tzten \u201e\u00d6cher B\u00f6sch\u201c, sondern in den Freyenter Wald bei Lichtenbusch. Erst vor wenigen Wochen hatten NABU und NRW-Stiftung gemeinsam dieses weniger bekannte Waldgel\u00e4nde gekauft. Auf einer Waldralley galt es der Wolfsf\u00e4hrte zu folgen und verschiedene Aufgaben zu l\u00f6sen. Am Ziel warteten bereits die geheimen Waldbewohner, eine (Papp-)Wolfsfamilie. Wenige Meter weiter, in einer kleinen Fichtenparzelle, gingen einige Kinder ihrem Jagd- und Sammeltrieb nach. Beute waren die kleinen Borkenk\u00e4fer unter der Rinde einer umgest\u00fcrzten Fichte. Da die Nadelb\u00e4ume in diesem Wald ohnehin unerw\u00fcnscht sind, ist das emsige Treiben dieser gefr\u00e4\u00dfigen \u201eSch\u00e4dlinge\u201c f\u00fcr die Natursch\u00fctzer kein Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Tag sollte eigentlich den Insekten auf Wiesen und Brachen gewidmet werden. Aufgrund des hei\u00dfen Sommerwetters wurde allerdings umgeplant und die Gruppe begab sich vom Floriansdorf mit dem NABU-Naturgarten zu den Sieben Quellen. Zwar durften die Kinder nicht in das k\u00fchl-kalte Wasser der unter Naturschutz stehenden Quellt\u00f6pfe steigen, doch war es am Platz unter den B\u00e4umen auch angenehm k\u00fchl. Aus Korken, Naturmaterialen, Wolle und Stoffresten wurden fantasiereiche Wasserfahrzeuge gebastelt. Die Meisterst\u00fccke traten wenig sp\u00e4ter zu einem Wettstreit an, welches Boot denn am schnellsten vorantrieb. Als Regattastrecke diente ein Wildbach-Abschnitt unterhalb der Quellt\u00f6pfe.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging die sch\u00f6ne Ferienwoche zu Ende, in der Kinder wie Betreuer gleicherma\u00dfen viel Spa\u00df hatten. Trotzdem hoffen alle n\u00e4chstes Jahr wieder ins Zeltlager ziehen zu k\u00f6nnen mit abendlichem Lagerfeuer, Stockbrot, Holzschnitzen und gemeinsamen Mahlzeiten und Lagerspielen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NABU-Forscher auf Expedition rund um Aachen Eigentlich war in diesem Sommer etwas Besonderes geplant gewesen: Das 10. 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