{"id":4866,"date":"2022-07-27T18:43:16","date_gmt":"2022-07-27T16:43:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=4866"},"modified":"2022-07-27T18:43:16","modified_gmt":"2022-07-27T16:43:16","slug":"freyent-urwald-von-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/freyent-urwald-von-morgen\/","title":{"rendered":"Freyent: Urwald von morgen"},"content":{"rendered":"<p>Pressemitteilung 30.06.2022<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><u>Urwald von morgen<\/u><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>NRW-Stiftung und NABU Aachen legen f\u00fcr den Freyenter Wald Entwicklungsziel fest: Waldwildnis<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_4864\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4864\" class=\"wp-image-4864 size-large\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo-1000x668.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo-1000x668.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo-1536x1026.jpg 1536w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3981_dxo-300x200@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4864\" class=\"wp-caption-text\">vrnl: NRW-Stiftung: Herr Ast, Herr Erdmann, NABU-Naturschutzstation: Aachen Herr Dr. Aletsee, NABU-Stadtverband Aachen: Herr Mayr &#8211; Foto: Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><u>Aachen<\/u>: Der Freyenter Wald s\u00fcdlich von Aachen wird Waldwildnisfl\u00e4che. So ist der gemeinsame Beschluss der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und des NABU-Stadtverbandes Aachen. S\u00fcdlich von Aachen und unmittelbar an belgisches Gebiet grenzend liegt der Freyenter Wald. Er setzt sich auf belgischer Seite fort und verbindet den Aachener Stadtwald mit den gro\u00dfen Waldgebieten am Fu\u00df des Hohen Venns. Schon Ende 2019 erwarb die NRW-Stiftung gemeinsam mit dem NABU-Stadtverband Aachen das rund 60 Hektar umfassende Waldgebiet in der Gemarkung Lichtenbusch. F\u00fcr den Kauf stellte die NRW-Stiftung einen Betrag von 930.000 Euro und der NABU einen Betrag von 97.000 Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDass der Wald dem Schutz der Biodiversit\u00e4t heimischer W\u00e4lder dienen soll, war von Beginn an klar\u201c, so Stefan Ast, seit M\u00e4rz diesen Jahres Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der NRW-Stiftung, Claus Mayr, 1. Vorsitzender des NABU-Stadtverbandes Aachen und Dr. Manfred Aletsee, Initiator des Projekts und Leiter der NABU-Naturschutzstation Aachen. Wegen seiner Lage in einer geologischen \u00dcbergangszone gibt es hier sowohl kalkreiche wie kalkfreie B\u00f6den mit unterschiedlichen N\u00e4ssegraden. Dies dr\u00fcckt sich in einer Vielfalt verschiedener Waldtypen aus, unter denen der Eichen-Edelholzwald und der Sternmieren-Stieleichen-Hainbuchenwald vorherrschen. Eingebettet sind sumpfige oder quellige Senken, die zum Iterbach, einem Nebenbach der Inde, entw\u00e4ssern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Freude ist nun gro\u00df, dass man nicht nur das langfristige Ziel, Waldwildnis, festgezurrt hat, sondern dies auch nachhaltig in einem gemeinsamen Vertrag sowie im Grundbuch gesichert hat. Die Stadt Aachen wird dieses Ziel auch in die Naturschutzgebietsverordnung \u00fcbernehmen. Somit sind auch zuk\u00fcnftige Akteure und Generationen zu dieser Zielsetzung verpflichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_4863\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4863\" class=\"size-large wp-image-4863\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo-1000x656.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"656\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo-1000x656.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo-1536x1008.jpg 1536w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp4005_dxo-300x197@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4863\" class=\"wp-caption-text\">Freyenter Wald: Ortsbegehung &#8211; Foto: Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber was bedeutet Waldwildnis nun eigentlich? Waldwildnisfl\u00e4chen sind eine besondere Schutzkategorie, sie dienen dem Schutz der heimischen Biodiversit\u00e4t entsprechend der Nationalen Biodiversit\u00e4tsstrategie nicht nur auf der Ebene des Artenschutzes, sondern auch auf Ebene des Systemschutzes. Das gesamte \u00d6kosystem Wald wird gesch\u00fctzt. Jegliche Nutzung, insbesondere eine wirtschaftliche Nutzung, ist damit in Zukunft ausgeschlossen. B\u00e4ume d\u00fcrfen ihr nat\u00fcrliches Alter erreichen. Womit im Freyenter Wald, wie in einem Urwald, insbesondere uralte B\u00e4ume, absterbende B\u00e4ume und Totholz ein wichtiges Ziel der Waldentwicklung sind, also diejenigen Phasen, die in einem genutzten Wald nur ausnahmsweise zu beobachten sind., normale Stadien. Dennoch ist der Besuch des Waldes auch in Zukunft \u00a0ausdr\u00fccklich erlaubt und auch gew\u00fcnscht, nat\u00fcrlich nur auf den ausgewiesenen Wegen und entsprechend den Verboten und Geboten der Naturschutzgebietsverordnung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Waldgebiet hat schon jetzt einen au\u00dferordentlich hohen Wert. Dies liegt zum einen an dem Standort, der \u00a0als Waldgebiet erhalten geblieben ist und nicht der landwirtschaftliche Nutzung diente, aber auch an der vormaligen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig extensiven Nutzung durch den Vorbesitzer, die Gemeinde Raeren. So haben schon die belgischen F\u00f6rster in bestimmten Waldbereichen seit Jahrzehnten Totb\u00e4ume stehen gelassen und nur parzellenweise B\u00e4ume aufgeforstet. Dies ist auch der Grund, weshalb eine eindrucksvolle krautige Waldflora mit Teppichen von Buschwindr\u00f6schen und Maigl\u00f6ckchen im Fr\u00fchjahr bl\u00fcht und seltene Arten wie die Gr\u00fcnliche Waldhyazinthe und der Mittelspecht einen R\u00fcckzugsort finden. Aufgrund der ruhigen, abgeschiedenen Lage sind auch Habicht und Rotmilan als Brutv\u00f6gel vertreten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Damit auf der \u00fcberwiegenden Fl\u00e4che aber wieder ein naturnaher Urwald entstehen kann, m\u00fcssen in den kommenden Jahren Naturschutzma\u00dfnahmen erfolgen. So werden unter der fachlichen Betreuung der NABU-Naturschutzstation Aachen nicht-heimische Arten wie die aus Nordamerika stammende Douglasie und auch die in unserer Region nicht heimische Fichte zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Insbesondere die sogenannte Naturverj\u00fcngung und junge Anpflanzungen dieser Arten werden dabei im Fokus stehen. Schnell werden diese Fl\u00e4chen von heimischen Birken, Roterlen und sp\u00e4ter auch von der heimischen Stieleiche besiedelt.<\/p>\n<div id=\"attachment_4862\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4862\" class=\"size-large wp-image-4862\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo-1000x656.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"656\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo-1000x656.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo-1536x1008.jpg 1536w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/imgp3998_dxo-300x197@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4862\" class=\"wp-caption-text\">Freyenter Wald &#8211; Foto: Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber auch in seiner naturnahen Wasserf\u00fchrung soll dem Wald geholfen werden, denn viele hunderte Meter Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben durchziehen den Wald. Die Ursache f\u00fcr Hochwasserspitzen liegt vielfach in der Entw\u00e4sserung landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzter Fl\u00e4chen. Im Freyenter Wald werden diese Gr\u00e4ben zuk\u00fcnftig durch kleine D\u00e4mme gestaut, womit die Bodenfeuchte \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum des Jahres erhalten werden soll. Im Rahmen der Klimaerw\u00e4rmung ein wichtiger Baustein, um diesen Wald zu erhalten. Der gesamte Prozess soll \u00fcber viele Jahre dokumentiert werden. So sind die Prozesse, ob Artenzusammensetzung, Altersaufbau der Geh\u00f6lze und CO2-Speicherung des Waldes in Zukunft quantifizierbar.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Contact:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Manfred Aletsee<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer NABU-Naturschutzstation Aachen e.V.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><b><a href=\"mailto:info@naturschutzstation-aachen.de\"><strong>info@naturschutzstation-aachen.de<\/strong><\/a><\/b><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">0171-6578287<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung 30.06.2022 Urwald von morgen NRW-Stiftung und NABU Aachen legen f\u00fcr den Freyenter Wald Entwicklungsziel fest: Waldwildnis Aachen: Der Freyenter Wald s\u00fcdlich von Aachen wird Waldwildnisfl\u00e4che. 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