{"id":4870,"date":"2022-07-30T18:09:34","date_gmt":"2022-07-30T16:09:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=4870"},"modified":"2022-07-31T13:39:28","modified_gmt":"2022-07-31T11:39:28","slug":"ruhe-bewahren-bei-wespe-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/ruhe-bewahren-bei-wespe-co\/","title":{"rendered":"Ruhe bewahren bei Wespe &#038; Co"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>So gelingt der friedliche Umgang mit den wehrhaften Insekten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/img_2330-1000x750.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1749\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/img_2330-1000x750.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/img_2330-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/img_2330.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/img_2330-300x225@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Wespe. Foto: Beate Graaf.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Das warme und trockene Fr\u00fchjahr hat g\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr die Entwicklung von Wespen- und Hornissenv\u00f6lkern geschaffen. Jetzt im Sommer haben die V\u00f6lker ihre h\u00f6chste Individuenzahl erreicht. Entsprechend h\u00e4ufen sich die Begegnungen mit den ungebetenen, gelb-schwarzen G\u00e4sten und die Anfragen beim NABU, wie gef\u00e4hrlich Wespen und Hornissen am Haus oder im Garten tats\u00e4chlich sind. Grunds\u00e4tzlich besteht kein Grund zur Panik, so der NABU Aachen, und gibt Tipps zum Umgang mit den wehrhaften Insekten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Auf der Suche nach Nahrung werden Wespen zurzeit vermehrt von s\u00fc\u00dfen Speisen und Grillfleisch angelockt. W\u00e4hrend Kuchen, Eis und Saft der eigenen Versorgung dienen, wird Fleisch zur Aufzucht der Brut genutzt. \u201eKommen einem die gelb-schwarz-gestreiften Tiefflieger dabei zu nahe, bewahrt man am besten die Ruhe. Auf keinen Fall sollte man wild um sich schlagen. Ein Mittel der Wahl ist es aber die Tiere mit Wasser zu bespr\u00fchen\u201c, erkl\u00e4rt Joachim Eberhardt vom Fachausschuss Entomologie im NABU NRW. Au\u00dferdem empfiehlt es sich, s\u00fc\u00dfe Speisen und Getr\u00e4nke im Freien abzudecken, um die Wespen gar nicht erst anzulocken. Sinnvoll ist es auch, nicht aus offenen Flaschen zu trinken, sondern Strohhalme zu benutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNormalerweise reagieren Wespen bei ihrer Nahrungssuche nicht aggressiv. Durch hektische oder panische Bewegungen allerdings f\u00fchlen sie sich bedroht. Sie sollten daher in der N\u00e4he von Wespen und Hornissen vermieden werden\u201c, so Eberhardt weiter. Kommt es beim Versuch Wespen abzuwehren doch einmal zu einem Stich, hilft es, diesen schnell zu k\u00fchlen. Bei Allergieverdacht oder Stichen im Mund-Rachen-Bereich sollte dagegen umgehend \u00e4rztliche Hilfe geholt werden. Eine Allergie, die drei bis f\u00fcnf Prozent der Bev\u00f6lkerung betrifft, \u00e4u\u00dfert sich in Symptomen wie extremen Schwellungen, Schwindel, Ohnmacht oder \u00dcbelkeit. Menschen mit bekannterma\u00dfen allergischen Reaktionen gegen\u00fcber Wespenstichen sollten stets Erste-Hilfe-Ausr\u00fcstungen und Medikamente bei sich f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn Wespen und Hornissen f\u00fcr den ein oder anderen nur l\u00e4stige St\u00f6renfriede sind, einen wichtigen Aspekt sollte man nicht vergessen: Sie sind au\u00dferordentlich n\u00fctzlich. Diese wehrhaften Insekten sind ein wichtiger Bestandteil der Natur: Sie verf\u00fcttern eine Unmenge anderer Insekten wie M\u00fccken, Fliegen und Bremsen an ihre Brut und tragen so zum \u00f6kologischen Gleichgewicht bei. Hornissen ern\u00e4hren sich wiederum von kleineren Wespenarten und zahlreichen Insekten, die im Gartenbau wie in der Land- und Forstwirtschaft wenig beliebt sind. Deshalb sollte man bei Wespennestern im menschlichen Umfeld nicht gleich zu drastischen Ma\u00dfnahmen greifen. Der NABU-Wespenexperte r\u00e4t: \u201eBevor ein Wespennest umgesiedelt wird, sollte man sich \u00fcberlegen, ob nicht doch ein Miteinander von Mensch und Wespenstaat m\u00f6glich ist. Denn sp\u00e4testens im Herbst ist die Zeit der Wespen vorbei. Dann sterben die V\u00f6lker und nur die diesj\u00e4hrigen K\u00f6niginnen \u00fcberwintern an anderer Stelle.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn eine Umsiedlung oder Beseitigung unumg\u00e4nglich ist,<strong> <\/strong>beispielsweise bei Allergikern, in der N\u00e4he von Kinderspielpl\u00e4tzen oder an h\u00e4ufig genutzten Durchg\u00e4ngen, sollte dies nur von sachkundigen Fachleuten durchgef\u00fchrt werden. F\u00fcr eine solche Umsiedlung (im Raum Aachen) empfiehlt der NABU Aachen den Kontakt von Herrn Dr. Weyers\u00a0 von der Hochschulimkerei der RWTH Aachen. Zusammen mit seinem Sohn hat er allein in diesem Jahr bereits 40 Wespen- und zwei Hornissennester umgesiedelt. Mittlerweile ist er bereits seit 31 Jahren \u201eim Gesch\u00e4ft\u201c und konnte einen Gesinnungswechsel bei den Leuten feststellen: \u201eIm Gegensatz zu fr\u00fcher\u201c, so Herr Weyers, \u201eist nahezu allen Leuten wichtig bis sehr wichtig, dass die Nester nicht einfach vernichtet werden, sondern sich normal anderswo weiterentwickeln k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und das ist gut und richtig so, denn Wespen sind laut Bundesnaturschutzgesetz &#8211; wie alle wildlebenden Tiere &#8211; gesch\u00fctzt. Hornissen sind sogar besonders gesch\u00fctzt. Deshalb darf weder den Tieren Schaden zugef\u00fcgt werden, noch d\u00fcrfen die Nester ohne besonderen Grund entfernt oder zerst\u00f6rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Weyers ist per E-Mail zu erreichen unter: <a href=\"mailto:weyers@bio2.rwth-aachen.de\">weyers@bio2.rwth-aachen.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So gelingt der friedliche Umgang mit den wehrhaften Insekten Das warme und trockene Fr\u00fchjahr hat g\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr die Entwicklung von Wespen- und Hornissenv\u00f6lkern geschaffen. 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