{"id":7499,"date":"2026-01-22T14:10:19","date_gmt":"2026-01-22T13:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=7499"},"modified":"2026-01-22T14:10:49","modified_gmt":"2026-01-22T13:10:49","slug":"stunde-der-wintervoegel-2026-ergebnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/stunde-der-wintervoegel-2026-ergebnisse\/","title":{"rendered":"Stunde der Winterv\u00f6gel 2026, Ergebnisse"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7498\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP9227_1_DxO.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7498\" class=\"size-thumbnail wp-image-7498\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP9227_1_DxO-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP9227_1_DxO-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP9227_1_DxO-160x160.jpg 160w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP9227_1_DxO-320x320.jpg 320w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP9227_1_DxO-150x150@2x.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7498\" class=\"wp-caption-text\">Haussperling (Passer domesticus) &#8211; Foto &#8211; Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p>PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 04\/26 | 22. Januar 2026<\/p>\n<h2><strong>Stunde der Winterv\u00f6gel<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Wintergoldh\u00e4hnchen sorgen f\u00fcr Begeisterung | Deutlicher Einbruch beim Haussperling<\/strong><\/p>\n<p>Der NABU-Stadtverband Aachen e.V. und der NABU-NRW bedanken sich f\u00fcr die rege Teilnahme an der Stunde der Winterv\u00f6gel 2026<\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf: Die Ergebnisse der diesj\u00e4hrigen NABU-Wintervogelz\u00e4hlung stehen fest: Bundesweit f\u00fchrt der Haussperling zwar weiterhin die Liste der h\u00e4ufigsten Winterv\u00f6gel in unseren G\u00e4rten und Parks an. Allerdings mit Verlusten im Vergleich zum Vorjahr. In Nordrhein-Westfalen fallen diese aber so stark aus, dass der Haussperling auf den dritten Platz abrutscht. Kohlmeise, Amsel, Buchfink und Rotkehlchen konnten sich dagegen bundes- wie landesweit erholen. Besonders erfreulich: Diesmal war die Teilnahme wieder deutlich h\u00f6her als in den vergangenen Jahren \u00a026.702 Teilnehmende in Nordrhein-Westfalen z\u00e4hlten in rund 19.000 G\u00e4rten mehr als 560.000 V\u00f6gel und meldeten ihre Beobachtungen an den NABU.<\/p>\n<p>Der deutliche R\u00fcckgang des Haussperlings in der aktuellen Auswertung ist erschreckend: Im Vergleich zum Vorjahr wurden bundesweit 15 Prozent weniger Haussperlinge in unseren G\u00e4rten beobachtet, in NRW waren es sogar 26 Prozent weniger. D.h. nur in 40 Prozent der nordrhein-westf\u00e4lischen G\u00e4rten wird der Haussperling \u00fcberhaupt noch gesichtet und dort auch nur noch mit durchschnittlich drei Exemplaren. Zu seiner besten Zeit 2021\/2022 waren es noch 5 Exemplare in jedem zweiten Garten. In den st\u00e4dtischen Ballungsr\u00e4umen hierzulande wurde er dabei schon immer seltener beobachtet als im Umland. Dass die Sichtungen nun auch in der Fl\u00e4che einbrechen, macht uns gro\u00dfe Sorgen, erkl\u00e4rt Christian Chwallek, Vogelexperte beim NABU NRW.<\/p>\n<div id=\"attachment_7501\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP8020_DxO.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7501\" class=\"size-thumbnail wp-image-7501\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP8020_DxO-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP8020_DxO-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP8020_DxO-160x160.jpg 160w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP8020_DxO-320x320.jpg 320w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMGP8020_DxO-150x150@2x.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7501\" class=\"wp-caption-text\">Wintergoldh\u00e4hnchen (Regulus regulus) &#8211; Foto: Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr Begeisterung sorgten bei dieser Stunde der Winterv\u00f6gel dagegen die gestiegenen Beobachtungen des Wintergoldh\u00e4hnchens. Der kleinste Vogel Europas lebt in Nadel- und Mischw\u00e4ldern. Er bleibt im Winter hier und ist bei kalter Witterung und geringem Futterangebot gerne h\u00e4ufiger in G\u00e4rten und Parks unterwegs. Das erkl\u00e4rt die besonders stark gestiegenen Meldungen aus waldreichen Kreisen wie Olpe, dem Oberbergischen Kreis oder dem Ennepe-Ruhr-Kreis. M\u00f6glicherweise gab es auch Verst\u00e4rkung durch den Zuzug von Winterg\u00e4sten aus dem Nordosten, erkl\u00e4rt Chwallek.<\/p>\n<p>Bei den typischen Winterg\u00e4sten am Futterh\u00e4uschen ergibt sich kein eindeutiges Bild: W\u00e4hrend Buntspecht, Schwanzmeise und Kleiber h\u00e4ufig gesichtet wurden, blieben sonst h\u00e4ufige G\u00e4ste wie Gimpel und Kernbei\u00dfer, aber auch Erlenzeisige und Bergfinken eher eine Rarit\u00e4t an nordrhein-westf\u00e4lischen Futterh\u00e4uschen. Chwallek: Das spricht trotz widriger Witterungsbedingungen am Z\u00e4hlwochenende f\u00fcr eine ausreichende Futterlage in den nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4umen. Aus demselben Grund ist wohl auch der Zuzug von Erlenzeisigen und Bergfinken bis nach Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ausgeblieben. Ganz im Gegensatz zu den nordischen Drosselarten wie Rot- und Wacholderdrossel, die dieses Jahr landesweit deutlich h\u00e4ufiger beobachtet werden konnten.<\/p>\n<p>Ist der R\u00fcckgang einzelner Arten schon erschreckend genug, noch mehr Sorge bereitet Vogelfreunden und -freundinnen der seit Jahren beobachtete R\u00fcckgang der durchschnittlich pro Garten beobachteten V\u00f6gel. Wurden zu Beginn der Z\u00e4hlaktion im Durchschnitt um die 40 V\u00f6gel pro Garten in Nordrhein-Westfalen gez\u00e4hlt, finden sich dort heute noch knapp 30 wieder die niedrigste Zahl seit 16 Jahren.<\/p>\n<p>Die kontinuierliche Abnahme der V\u00f6gel pro Garten zeigt deutlich, dass unsere Vogelwelt unter Druck steht. Krankheiten, intensive Fl\u00e4chennutzung und der Verlust von Lebensr\u00e4umen setzen den V\u00f6geln zu, so NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer. Als Bioindikatoren spiegeln V\u00f6gel den f\u00fcr die Artenvielfalt zumeist negativen Wandel der Natur wider. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnten sie ebenso Erfolge von Lebensraumaufwertungen belegen. Dazu w\u00e4re allerdings erforderlich, dass alle notwendigen und bew\u00e4hrten Ma\u00dfnahmen zum Erhalt und zur F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t endlich im gro\u00dfen Ma\u00dfstab umgesetzt werden, so Naderer weiter.<\/p>\n<p><em>Aktuelle Ergebnisse ab Start der Aktion unter <a href=\"http:\/\/www.stundederwintervoegel.de\/\" target=\"blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.stundederwintervoegel.de<\/a> oder landesweit unter\u00a0<a href=\"https:\/\/nrw.nabu.de\/stundederwintervoegelnrw\/\" target=\"blank\" rel=\"nofollow\">https:\/\/nrw.nabu.de\/stundederwintervoegelnrw\/<\/a><\/em><\/p>\n<p>Mehr Infos zur Aktion, Artenportr\u00e4ts, F\u00fctterungstipps und E-Learning-Tool Vogeltrainer:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.stundederwintervoegel.de\/\" target=\"blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.stundederwintervoegel.de<\/a><\/p>\n<p>Kostenlose Pressebilder, Grafiken, Videomaterial sowie Liveauswertung der Ergebnisse: <a href=\"http:\/\/www.nabu.de\/sdw-medieninfos\" target=\"blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.NABU.de\/sdw-medieninfos<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | Nr. 04\/26 | 22. 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