{"id":7738,"date":"2026-05-26T10:52:38","date_gmt":"2026-05-26T08:52:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/?p=7738"},"modified":"2026-05-26T10:52:41","modified_gmt":"2026-05-26T08:52:41","slug":"finken-freude-und-spatzen-sorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/en\/finken-freude-und-spatzen-sorgen\/","title":{"rendered":"Finken-Freude und Spatzen-Sorgen\u00a0"},"content":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR. 31\/26 | 26. MAI 2026<\/p>\n<p>Umwelt\/V\u00f6gel<\/p>\n<h3><b>Finken-Freude und Spatzen-Sorgen\u00a0<\/b><\/h3>\n<p><strong>Die 22. Stunde der Gartenv\u00f6gel mit durchwachsenen Ergebnissen<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_7736\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7736\" class=\"size-thumbnail wp-image-7736\" src=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-1000x1000.jpg 1000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-160x160.jpg 160w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-320x320.jpg 320w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO.jpg 2000w, https:\/\/www.nabu-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMGP6164_DxO-300x300@2x.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7736\" class=\"wp-caption-text\">Zilpzalp (Phylloscopus collybita) &#8211; Foto: Ulrich Schwenk<\/p><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Berlin\/D\u00fcsseldorf<\/strong>\u00a0 Viele schlechte Nachrichten, aber auch einige gute: Die Ergebnisse der Stunde der Gartenv\u00f6gel, die am zweiten Maiwochenende stattfand, sind gemischt. Zum Gl\u00fcck sieht es bei den Finken nicht ganz so schlecht aus wie bef\u00fcrchtet zumindest nicht bei allen Arten, sagt NABU-Vogelschutzexperte Martin R\u00fcmmler. Bei den Buchfinken k\u00f6nnen wir sogar ein sattes Plus bei den Sichtungen von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen, auch der Gr\u00fcnfink machte bundesweit drei Prozent Plus. Es scheint sich keine neue Infektionswelle mit Trichomonaden anzubahnen, die in der Vergangenheit zu Verlusten unter einigen Finkenarten gef\u00fchrt hatte. Allerdings kann das nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der Gr\u00fcnfink seit Jahren zunehmend weniger gemeldet wird, wie auch die Zahlen der Bestandserfassung des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) best\u00e4tigen. R\u00fcmmler: Eine Ursache ist vermutlich, dass der Gr\u00fcnfink st\u00e4rker unten den Infektionswellen mit Trichomonaden gelitten hat als der Buchfink. Die Erreger verbreiten sich vor allem an Futter- und Wasserstellen. Wer V\u00f6gel f\u00fcttert, sollte daher unbedingt auf die Hygiene achten, r\u00e4t R\u00fcmmler. Am besten Futters\u00e4ulen nutzen und Wasser t\u00e4glich wechseln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei der Amsel deutet nichts auf gr\u00f6\u00dfere Verluste hin, wie sie in den vergangenen Jahren leider festgestellt worden waren. Die melodische Abends\u00e4ngerin wurde \u00e4hnlich h\u00e4ufig wie 2025 gemeldet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">D\u00fcster sieht es dagegen bei den Spatzenarten aus, so R\u00fcmmler. Der Haussperling liegt zwar nach wie vor auf Platz eins unserer Rangliste der am meisten gemeldeten V\u00f6gel, aber er hat einen Verlust von neun Prozent zum Vorjahr eingefahren. Damit setzt sich der Negativtrend der vergangenen Jahre vorerst leider fort. Auch der Feldsperling fliegt nach unten: minus sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. R\u00fcmmler: Diese Zahlen m\u00fcssen uns besorgen. Denn wenn so h\u00e4ufige Arten wie der Haussperling immer weniger gemeldet werden, k\u00f6nnte das ein Alarmsignal f\u00fcr den Zustand der Natur in unseren Siedlungen sein. Grund daf\u00fcr sind meist ein mangelndes Nahrungsangebot und der Verlust von Wohn- und Lebensraum in den St\u00e4dten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das zeigt sich auch bei den Mauerseglern. Die Sommerboten st\u00fcrzten um 24 Prozent ab. Ihr typisches Sri-sri, das viele Menschen mit der warmen Jahreszeit verbinden, war am Z\u00e4hlwochenende deutlich seltener zu h\u00f6ren. Auch die Mehlschwalben-Sichtungen nahmen mit minus zw\u00f6lf Prozent deutlich ab. Beide Arten sind Geb\u00e4udebr\u00fcter und Insektenfresser. Es k\u00f6nnten also Insektenschwund und nicht vogelfreundliche Sanierung alter Geb\u00e4ude eine Rolle spielen, vermutet R\u00fcmmler. Zum Teil kehrten Tiere aber auch erster sp\u00e4ter als \u00fcblich aus ihren Winterquartieren zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei den gesichteten V\u00f6geln pro Garten setzt sich der leichte, aber stetige Abw\u00e4rtstrend ebenfalls fort: Wurden 2018 noch 33,79 V\u00f6gel gez\u00e4hlt, flatterten diesmal nur noch 28,45 V\u00f6gel durch einen Garten oder Park.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Insgesamt haben bundesweit fast 56.000 Menschen bei der Vogelz\u00e4hlung mitgemacht und aus mehr als 38.000 G\u00e4rten weit \u00fcber eine Million V\u00f6gel gemeldet. Die Stunde der Gartenv\u00f6gel ist eine Mitmachaktion von NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund f\u00fcr Vogel- und Naturschutz). Die n\u00e4chste Vogelz\u00e4hlung ist die Stunde der Winterv\u00f6gel. Sie findet vom 8. bis 10. Januar 2027 statt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/www.stundedergartenvoegel.de\/\">www.stundedergartenvoegel.de<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ergebnisse im Einzelnen: <a href=\"http:\/\/www.nabu.de\/sdg-ergebnisse\">www.NABU.de\/sdg-ergebnisse<\/a>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Martin R\u00fcmmler, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. 0173-291 34 49,<br \/>\nE-mail: <u><a href=\"mailto:Martin.Ruemmler@NABU.de\">Martin.Ruemmler@NABU.de<\/a>\u00a0<\/u><\/p>\n<p>Alex Terstegge, NABU-Naturschutzstation Aachen, E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:alexander.terstegge@naturschutzstation-aachen.de\">alexander.terstegge@naturschutzstation-aachen.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG NABU NRW | NR. 31\/26 | 26. MAI 2026 Umwelt\/V\u00f6gel Finken-Freude und Spatzen-Sorgen\u00a0 Die 22. 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