NABU Eifelteam & Nationalpark Eifel

Wissenschaftlicher Beirat des Nationalparks Eifel formuliert Positionspapier zu Windenergieanlagen



Foto: M. Aletsee.
Windpark Schleiden Dreiborn. Kommunale Befugnisse führen zu unkontrolliertem Flächenverbrauch.



14 Wissenschaftler aus ganz Deutschland und Experten aus der Region (u.a. auch zwei Vertreter der Naturschutzverbände) stellen seit Ende 2012 den wissenschaftlichen Beirat des Nationalparks Eifel.

Erstmals formulierten sie nun ein Positionspapier zu Fragestellungen die die Schutzgüter des Nationalparks betreffen.

Bei diesem Positionspapier geht es um die Problematik des ungehemmten Ausbaus der Windenergienutzung in der Nationalparkregion und die hieraus resultierende Gefährdung für die Großvogelarten und Fledermäuse.

NABU gratuliert zu 10 Jahren Nationalpark Eifel

Trotz Licht und Schatten in der Bilanz bleibt die Einrichtung des Nationalparks ein Meilenstein für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen/ NABU sieht Defizite in der Informationspolitik
Düsseldorf – Seit 10 Jahren besteht der erste nordrhein-westfälische Nationalpark in der Eifel. Anlass für den NABU, nun differenziert Bilanz zu ziehen: „Trotz Licht und Schatten in der Entwicklung des Nationalparks bleibt seine Einrichtung ein Meilenstein für den Naturschutz in Nordrhein-Westfalen“, so Dr. Manfred Aletsee, NABU-Nationalparkexperte und Mitglied des Landesvorstands. Ein solches Großschutzgebiet ermögliche nicht nur die großflächige natürliche Entwicklung heimischer Laubwälder, es sichere auch zahlreichen bedrohten Arten wie Wildkatze, Uhu und Mittelspecht langfristiges Überleben und trage damit erheblich zum Erhalt der heimischen Biodiversität bei – ein wesentliches Ziel der nordrhein-westfälischen Naturschutzpolitik. Um dieses Ziel zukünftig landesweit zu gewährleisten, sei die Einrichtung eines zweiten Nationalparks unerlässlich. Der NABU fordert die Landesregierung deshalb auf, dieses Ziel in Ostwestfalen weiter zu verfolgen.

Eifelteam-Exkursionen

NABU Eifelteam
Über den Tellerrand



Foto: Manfred Aletsee

Die diesjährige Pfingstexkursion führte das NABU Eifelteam in den östlich von Amsterdam gelegenen Nationalpark Oostvaardersplassen auf Flevoland. Dort wurden Konikpferde, Heckrinder und Rothirschen ausgesetzt und dürfen ohne Jagd, Fütterung und sonstige menschliche Eingriffe leben und sterben - einzigartig in Mitteleuropa.

Berühmt geworden ist der Park zunächst durch seine Vogelwelt. Flevoland entstand 1968 nach dem Ende des Landgewinnungsprojektes im Ijsselmeer.

Eklatante Fehlentscheidungen gefährden Nationalpark

Wiese an der Abtei Mariawald
Nationalpark Eifel
NABU fordert klaren Vorrang für die Natur vor allen anderen Interessen
Nr. 29/09 ---- 03.Juni 2009

Nicht nur die Wiese der Abtei Mariawald bei Heimbach, sondern auch der Wald im Nationalpark sollen für ein Wisentgehege missbraucht werden (Foto: M. Aletsee)
Düsseldorf. Seit fünf Jahren besteht der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Die heute zu erwartende durchweg positive Bilanz des Umweltministeriums und der Nationalparkleitung ist aus Sicht des NABU NRW jedoch nicht nachvollziehbar. „Die fortgesetzte Jagd auf Hirsche und Rehe, die mangelnde Besucherlenkung und Wegekontrolle und die geplante Anlage eines Wisentgeheges im Nationalpark sind nur einige Punkte, die im eklatanten Widerspruch zum Nationalparkgedanken stehen, Natur Natur sein lassen“, übt Dr. Manfred Aletsee, Nationalpark-Experte des NABU NRW, heftig Kritik an der aktuellen Situation.

Positionen des Eifelteam

Das NABU Eifelteam begleitet die Entwicklung im Nationalpark Eifel und formuliert Stellungnahmen in Vertretung für den NABU Landesverband NRW. In Anbetracht der zu befürchtenden schwerwiegenden Fehlentwicklungen im Nationalpark Eifel hat das NABU Eifelteam zusammen mit dem NABU Landesveband NRW folgendes Positionspapier erabeitet und verabschiedet:

Ausschnitt aus dem "NABU Positionspapier zur aktuellen Entwicklung im Nationalpark Eifel"
 
Der Waldkauz Broschüre GrenzRouten 2009 Fast weg ... der Weißstorch