Wälder

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NABU-Positionen zu ökologisch vertretbaren Standorten für weitere Windkraftanlagen und Mountainbike-Trails im Wald

 

Aus aktuellem Anlass beschlossen die NABU-Mitglieder auf der NABU-Jahreshauptversammlung am 2. März 2020 Positionspapiere zu zwei Themen, die derzeit naturschutzpolitisch diskutiert werden. Beide Positionen wurden einstimmig beschlossen:

Auch in Aachen kommt dem Ausbau der Windenergie eine große Bedeutung zu. Zunächst sollten aber alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung und zur Effizienzsteigerung genutzt werden. In Übereinstimmung mit den NABU-Positionen auf Bundes- und Landesebene lehnt der NABU Aachen Windkraftanlagen in ökologisch sensiblen Gebieten ab. Der NABU benennt daher Ausschlussgebiete, etwa den Schneeberg, den Aachener Wald und das Münsterländchen. Er schlägt aber, wie schon in den Diskussionen um den Standort Münsterwald, ökologisch  besser geeignete Gebiete vor, nach dem Prinzip „Technik zu Technik“ etwa im Bereich des Aachener Kreuzes an der A 44. Schwerpunkt sollte das Repowering des vorhandenen Windparks „Butterweiden“ sein, dessen Leistung verdoppelt werden könnte.

In Hinblick auf die Diskussion über zusätzliche Strecken für Mountainbiker betont der NABU, dass die Waldgebiete in der Stadt vornehmlich dem Schutz der Waldökosysteme und der ruhigen Erholung dienen. Das Radfahren sollte daher nur auf befestigten Fahrwegen mit einer Mindestbreite von 2 Metern gestattet werden, um Konflikte zwischen den Waldnutzern zu vermeiden. Zum Schutz der Tierwelt, insbesondere nachaktiver Arten, sollte das nächtliche Befahren des Waldes zu Freizeitzwecken untersagt werden. Zusätzliche Fahrrad-Trails oder weitere Mountainbike-Strecken lehnt der NABU ausdrücklich ab. Der Aachener Wald sei ohnehin sehr gut erschlossen. Zudem zeige die Erfahrung aus anderen Städten, dass zusätzliche MTB-Trails das Befahren unbefestigter Wege oder Pfade nicht verhindern, sondern weitere Mountainbiker anlocken und damit die Probleme noch verschärfen würden.

Das Positionspapier zu neuen Mountainbike-Trails kann hier heruntergeladen werden.

Freyenter Wald:

Freyenter Wald – Foto: Ulrich Schwenk

Die NRW-Stiftung und der NABU-Stadtverband Aachen e.V. haben kürzlich den deutschen Teil des Freyenter Waldes erworben.

Die Pressemeldung von NRW-Stiftung und NABU zum Erwerb des Freyenter Waldes finden Sie hier:

Blog über den Besuch der OB-Kandidatin der BÜNDNIS 90/ DIE GRUENEN, Frau Sibylle Keupen, im Freyenter Wald:

Hier geht es zum Blog

Hier finden Sie einen kleinen Bericht des OB-Kandidaten der SPD über den Besuch mit seiner jungen Familie im Freyenter Wald, Herrn Mathias Dopatka:

Hier geht es zum Bericht

 

FSC-Zertifizierung des Aachener Forstamtes durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft DIN CERTCO (Hauptsitz Berlin, Abt. Forstwirtschaft in Köln beim TÜV Rheinland).

Das Unternehmen hat über die Presse (etwa „Zeitung am Sonntag“, 11.10.2020, Seite 1) alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich zur Waldbewirtschaftung in Aachen zu äußern. Die Möglichkeit der persönlichen Stellungnahme ist über die Mail-Adresse service-forst@dincertco.de gegeben.

Unter dem folgenden Link finden Sie die Stellungnahme des NABU-Stadtverbandes Aachen e.V.: nabu-stellungnahme_fsc_2020-10-23_akt

 

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