Obstwiesen

Obstwiesen

Die Gemeinden im Aachener Raum waren einst wichtige Zentren der Streuobstwiesenkultur: Tausende von hochstämmigen Obstbäumen umgaben die Stadt und die umliegenden Ortschaften. Von hier aus wurden die Märkte in und um Aachen bedient.

Foto: Manfred Aletsee

Obstwiesen aus hochstämmigen Obstbäume sind wichtige historisch gewachsene Elemente unserer Kulturlandschaft. Sie sind für das Landschaftsbild, für den Biotop- und Artenschutz als auch für den Erhalt alter heimischen lokaler Obstsorten von herausragender Bedeutung. Durch Überalterung und ausbleibender Pflege sind sie zur Zeit in der Stadt Aachen akut bedroht.

Was der NABU Aachten tut:

Der NABU Aachen-Stadt kauft Flächen mit alten Streuobstwiesen oder pflanzt neue Obstbäume an, um einen nachhaltigen Schutz dieses wichtigen Lebensraums zu gewährleisten. Die Flächen werden zum größten Teil von der NABU-Naturschutzstation, aber auch in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen gepflegt. Zu der Pflege gehört das Schneiden der Bäume ebenso wie das Ernten der Früchte. Jeden Herbst werden aus den Äpfeln mit einer eigenen Presse hunderte Liter Apfelsaft gepresst und verkauft. Ein Obstwiesenkataster soll außerdem Daten über den aktuellen Bestand liefern und Grundlage für ein zukünftiges Schutzkonzept sein.

Im Rheinland werden Streuobstwiesen traditionell mit Rindern beweidet. Foto: Manfred Aletsee

Ein Projekt im Rahmen der Kooperation zwischen Umweltamt der Stadt Aachen und dem NABU-Stadtverband Aachen e.V.

 

Sortenliste NABU Aachen (Stand Sept. 2015) (PDF-Dokument): Sortenliste NABU Aachen
Empfehlungen zur Obstsortenwahl in der Region Aachen (PDF-Dokument): Obstsorten Empfehlungen des NABU Aachen