Stunde der Wintervögel 2026
Zum Jahresbeginn wieder Vögel zählen
NABU Aachen: Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 9. bis 11. Januar
Wer bei der NABU-Aktion mitmachen möchte, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Dabei wird von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus von jeder Art die höchste Anzahl an Vögeln notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können unter https://www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 19. Januar online gemeldet werden. Um an der Mitmachaktion teilzunehmen, reichen das Interesse und die Freude an der heimischen Vogelwelt aus. Wer sich bei der Vogelbestimmung nicht ganz sicher ist, kann sich vorab noch beim NABU-Vogeltrainer umschauen und die typischen winterlichen Gäste besser kennenlernen.
Die NAJU lädt zudem mit der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 12. bis 16. Januar alle Kinder ein, die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und zu zählen. Alle Infos unter https://www.naju.de/sdw.
Die Vogelexpert*innen des NABU konnten anhand der langjährigen Zählungen bei der Stunde der Wintervögel nachweisen, dass die winterlichen Vogelbeobachtungen in den Gärten stark von der Witterung abhängen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen als bei mildem Wetter. „Solange Eis und Schnee ausbleiben, finden viele Vögel ausreichend Nahrung und sind nicht darauf angewiesen, unsere Futterhäuschen im Garten aufzusuchen. Kommt es aber zu einem Wintereinbruch mit Frost und Schnee, dann sind die Vögel äußerst dankbar für die leicht zugänglichen Futterquellen“, so Christian Chwallek, Vogelexperte beim NABU NRW. Das aktuelle Wetter sorge also schon einmal für gute Beobachtungsbedingungen.
Bei den aktuell herrschenden Witterungsbedingungen mit Eis und Schnee empfiehlt der NABU das Zufüttern mit qualitativ hochwertigem Vogelfutter und bittet darum, am Futterhaus auf Hygiene zu achten. Mit Körnerfutter lassen sich gezielt Körnerfresser wie Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Futtersilo locken. Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen, Zaunkönig und Star kann man mit Haferflocken, Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die kalte Zeit erleichtern. Äpfel lassen sich z.B. in kleinen Holzgestellen feststecken. Vogelfutter sollte niemals auf den Boden gestreut werden, da es dort leicht verdirbt und Ratten anlockt. Für Allesfresser wie Meisen sind Meisenknödel oder Meisenringe sowie Drahtbehälter mit Nüssen das richtige Angebot. Plastiknetze sollte man auf jeden Fall vermeiden, da sich die Vögel dort verfangen und verletzen können. Empfehlenswert sind Meisenknödelhalter aus Metall, in die die netzfreien Meisenknödel gelegt werden können.
Besonderes Augenmerk sollte bei der Auswahl des Vogelfutters auch auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden. Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der Allergie auslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt. Der NABU appelliert zudem an Vogelfreund*innen, keine Speisereste zu verfüttern, da sie für Vögel in der Regel nicht bekömmlich sind und leicht verderben.
Weitere Informationen
Aktuelle Ergebnisse ab Start der Aktion unter https://www.stundederwintervoegel.de oder landesweit unter https://nrw.nabu.de/stundederwintervoegelnrw/
Mehr Infos zur Teilnahme, Artenporträts, Fütterungstipps und dem E-Learning-Tool Vogeltrainer: https://www.stundederwintervoegel.de
Kostenlose Pressebilder, Grafiken, Videomaterial, Liveauswertung der Ergebnisse:https://www.NABU.de/sdw-medieninfos
Carina Zacharias



