Silberreiherzählung: Die Ergebnisse

Silberreiher auf Schafweide.
Foto: Dr. Manfred Aletsee.

Er fällt durch sein weißes Federkleid vielen Leuten sofort ins Auge: der Silberreiher. 

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie groß der Aachener Winterbestand ist, veranstaltete der Ornithologische Arbeitskreis des NABU-Stadtverbandes Aachen am 17. Februar 2018 eine Synchronzählung. Mit 17 Teilnehmern konnte das gesamte Stadtgebiet abgedeckt werden. Diese zählten vormittags zur gleichen Uhrzeit alle Silberreiher, die sie beobachten konnten. Anschließend wurden die Zahlen an die NABU-Naturschutzstation Aachen gemeldet und dort ausgewertet.

Ergebnisse: Im Aachener Süden konnten mindestens 10 Tiere synchron beobachtet werden.  Die überwiegende Anzahl der Tiere befand sich im Bereich von aktuell mit Schafen beweideten Flächen (z.B. bei Kornelimünster und Krauthausen). Einzelne Exemplare waren westlich Walheim und östlich Eilendorf. Im Norden konnten maximal 8 Exemplare gleichzeitig beobachtet werden. Alle Exemplare befanden sich auf der Schneeberghochfläche zwischen Laurensberg und Orsbach. Im Nördlichen Bereich konnten am 26.2. während einer anhaltenden Frostperiode 11 Exemplare an der NABU Senserbach-Sumpfwiese gesichtet werden. Insgesamt ist somit von einem Winterbestand 2018 von rund 20 Silberreihen (mind. 18, max. 22-25) im Stadtgebiet von Aachen auszugehen.

Reiher-Beobachtungen im Aachener Norden. Klicken zum Vergrößern.

Reiher-Beobachtungen im Aachener Süden. Klicken zum Vergrößern.

Der Silberreiher ist gut an seinem weißen Gefieder und gelben Schnabel zu erkennen.
Foto: Dr. Manfred Aletsee.

Hintergrund: Der Silberreiher ist genauso groß wie der heimischen Graureiher. Im Gegensatz zum Graureiher, der im Rheinland seit jeher auch Brutvogel ist, kann man den Silberreiher bei uns nur vom Herbst bis Frühjahr beobachten. Seine Brutgebiete liegen im Osten Europas. Isolierte Brutvorkommen bestehen in den nördlichen Niederlanden und seit wenigen Jahren an der Oder. Bei uns nutzt er die milden Wintertemperaturen, um überwiegend auf Mäusejagd zu gehen.