Insektensommer des NABU – Zählen, was zählt!

Mitmach-Aktion für alle vom 31. Mai. bis 9. Juni 2019

Der NABU stellt die kleinen, sechsbeinigen und für unsere Ökosysteme so wesentlichen Helfer in den Mittelpunkt. Der „Insektensommer“ ist eine bundesweite Aktion, um eine kontinuierliche Erfassung der Insekten zu etablieren. Die Meldeaktion ist die erste Zählung dieser Art. Jeder kann helfen, Daten zur Artenvielfalt und der Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!

Zählhilfe für den Insektensommer, Teil 1

Wie funktioniert der Insektensommer?
Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Wer mitmachen möchte, notiert alle Insekten, die innerhalb einer Stunde am selbst gewählten Beobachtungsplatz zu finden sind, egal ob in der Luft, am Boden, an Büschen, Bäumen und Gräsern oder unter Blumentöpfen und Steinen. Die Beobachtungen werden als sogenannte Punktmeldungen erfasst. Es sollen also nur die Insekten von einem eng begrenzten Beobachtungsort gezählt werden. Diesen Ort hat der NABU als Umkreis von höchstens zehn Metern festgelegt – das sind immerhin gut 300 Quadratmeter und damit genügend Raum für viele interessante Insektenfunde. Wer Lust und Zeit hat, kann natürlich an mehreren Orten beobachten, muss dann aber jedes Mal eine separate Meldung abgeben. Gemeldet wird digital unter www.insektensommer.de oder mit der NABU-App „Insektenwelt“ für iOS und Android, die sogar eine pfiffige Fotoerkennung hat und hier heruntergeladen werden kann.

Welche Orte kommen als Beobachtungspunkte in Frage?
Ob Balkon oder Garten, Wegesrand oder Park – Hauptsache im Freien. Der NABU will auf diese Weise auch herausfinden, in welchen Lebensräumen sich welche Arten besonders wohlfühlen. Im Meldeformular wird dem jeweiligen Beobachtungsort daher ein Lebensraumtyp wie Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich oder Bach und Fluss zugeordnet.

Zu den Insekten, die gezählt werden sollen, gehört auch das Tagpfauenauge (Foto: NABU/F. Derer)

Welche Insekten kann ich melden?
Grundsätzlich soll und kann jedes gesehene und erkannte Insekt gemeldet werden. Die Insektenwelt ist allerdings enorm vielfältig. Es gibt daher pro Meldezeitraum acht „Kernarten“, nach denen die  Teilnehmer möglichst auf jeden Fall schauen sollten. Diese Arten kommen (noch) häufig vor und sind vergleichsweise leicht zu erkennen. Im Mai / Juni sind es Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege.

Link zu den Kernarten:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-undprojekte/insektensommer/mitmachen/24299.html
Zählhilfen zum Ausdrucken, Hintergrundwissen und alle weiteren Infos unter:
www.insektensommer.de
Wer sich intensiver mit dem Thema Insekten beschäftigen und vielleicht dauerhaft aktiv werden möchte, kann gern mit dem Arbeitskreis Tagfalter oder dem Arbeitskreis Wildbienen des NABU-Stadtverband Aachen Kontakt aufnehmen.