Naturtag GGS Vaalserquartier Herbst/Winter 2021

Kennst du Frizzi, das Eichhörnchen?

Wenn nicht, erzähle ich dir von ihm. Vielleicht die Geschichte, wie Frizzi seinen Kobel in sechs Meter Höhe für den Winter ausbaut, gegen Wind und Regen abdichtet und mit Moos und Federn auspolstert. Für kalte Wintertage, an denen das Eichhörnchen zu Hause bleibt und Winterruhe hält. Oder die Geschichte, in der Frizzi mitten in der Nacht vor einem Marder flüchtet und sich gerade so retten kann, denn gegen die Sprung- und Kletterkünste des Eichhörnchens hat der Feind keine Chance. Zweimal haben wir das Glück, noch am selben Morgen Frizzi beobachten zu können. Flink flitzt ein Eichhörnchen einen Baumstamm hinauf und schaut neugierig aus einer Astgabel auf die Schulklasse, die gerade ihren Naturtag erlebt.

Ein anderes Tier mit dem wir uns beschäftigen ist der Igel. Einerseits selbstbewusst und eigenständig andererseits sehr gefährdet durch Autos, Mähroboter oder zu aufgeräumte Gärten. Gemeinsam bauen wir am Waldrand einige Igelnester, mit Zweigen als Unterbau und vielen Blättern darüber. Leider darf später niemand nachsehen, ob ein Igel den Bau als Winterschlafplatz gewählt hat, denn aufwachen sollte er auf keinen Fall. Dank seines verringerten Energieverbrauchs, das bedeutet, er atmet selten, vielleicht zwei Mal in der Minute und sein Herz schlägt auch nur noch etwa fünf Mal in der Minute braucht er nichts zu fressen.

Etwas Besonderes war der Apfeltag für die ersten Klassen, den Frau Strang initiiert hat. Gemeinsam mit Helfern vom NABU wurden Äpfel gewaschen, kleingeschnitten und mit einer kleinen Presse gepresst. So wird der beste Apfelsaft hergestellt den es gibt, da sind sich die meisten Erstklässler einig. Vorher waren wir auf der NABU – Streuobstwiese, um herauszufinden, wo die Äpfel wachsen und wie viele Sorten, Farben und Geschmacksrichtungen es gibt.

Auf die Wiese kann eine Klasse nur, wenn keine Kühe dort weiden. Welche Klasse die Gelegenheit dazu hat ist Zufall oder muss gut geplant werden. Der Eingang ist ganz schön matschig, da kann schon Mal ein Schuh stecken bleiben, wenn es jemand besonders eilig hat. Von Kühen ausgetretene Pfade eignen sich zum Durchqueren der Wiese, Äpfel dürfen probiert werden und Wiesenbewohner, wie Asseln, Hundertfüßler, Ameisen oder Spinnen betrachten wir in Becherlupen.

Ob Wiese oder Wald, der Naturtag ist eine tolle Gelegenheit die Klassengemeinschaft zu stärken und Natur zu erleben.

Text: Gisela Siebörger

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